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Annika – Praktikum & Ausbildung Zerspanungsmechanikerin

Neuenhauser Frauenpower

Annika macht seit dem 01. August 2016 eine 3 ½ jährige Ausbildung zur Zerspanungsmechanikerin. Bevor sie ihre Ausbildung begonnen hat, absolvierte sie ein Praktikum bei Neuenhauser. Auch wenn die Mechanik vielfach noch als typischer Männerberuf betrachtet wird, fühlt sich Annika sehr wohl.

 

Die Ausbildung
Ich mache eine Ausbildung zur Zerspanungsmechanikerin bei Neuenhauser. Diese dauert 3 ½ Jahre, wobei ich das erste Jahr Vollzeit die Berufsfachschule besucht habe und diese mir ebenfalls angerechnet wird. Somit bin ich jetzt im 2. Ausbildungsjahr.

Wenn ich meine Ausbildung erfolgreich absolviert habe, möchte ich zunächst einmal weiterarbeiten. Mit der Zeit und den gewonnenen Erfahrungen überlege ich mir, ob noch eine Weiterbildung in Form eines Studiums o.Ä. für mich in Frage kommt. Aber im Moment ist mein Plan die Ausbildung zu schaffen und dann weiterzusehen.

Das Praktikum
Bevor ich die Berufsfachschule besuchte, habe ich ein Praktikum bei Neuenhauser als Industriemechanikerin gemacht. Hierbei war ich nicht nur in diesem Bereich beschäftigt, sondern ich durfte mir unterschiedliche Berufe anschauen. Dabei wurde ich auch zwei Tage als Zerspanungsmechanikerin eingesetzt. Ich wusste vor dem Praktikum nicht wirklich, was für eine Ausbildung ich machen möchte. Es war mir jedoch bewusst, dass ich keine der typischen „Frauenberufe“ wie Erzieherin oder einen Bürojob erlernen möchte. Deswegen habe ich neben dem Praktikum bei Neuenhauser auch eins in einer Autowerkstatt absolviert. Aber erst durch Neuenhauser habe ich gemerkt, dass die Arbeit und die Aufgaben im Bereich der Zerspanung mir sehr gut gefallen und ich es super finde, Teile in den Händen zu halten, die ich selbst gefertigt habe.

Vorher kannte ich den Beruf der Zerspanungsmechanikerin nicht und wusste auch gar nicht, dass dieser existiert. Deswegen war es wirklich super, dass ich diesen Beruf im Praktikum kennenlernen konnte. So habe ich meinen beruflichen Weg bei Neuenhauser im Praktikum gefunden und es ist ein schönes Gefühl, dass ich hier meine Ausbildung machen kann.

Hindernisse/anfängliche Probleme
Es war schwierig für mich einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Zwar schreiben Unternehmen in ihren Stellenausschreibungen, dass sie sowohl weibliche als auch männliche Mitarbeiter suchen, doch hat nicht jedes Unternehmen die Möglichkeit, auch Frauen auszubilden. Hierbei mangelt es dann an Damenumkleidekabinen oder auch Damentoiletten, weshalb sie sich nicht für eine Frau entscheiden können. Als Bewerber weiß man dies nicht, aber aus Erzählungen von meinen Lehrern der Berufsfachschule oder auch meinen Mitschülern ist dies nun Gewissheit. Es hat zwar ein bisschen länger gedauert, bis ich einen Ausbildungsplatz gefunden habe, aber ich habe nicht aufgegeben zu suchen und mich weiter zu bewerben.

Ansonsten habe ich noch keine negativen, mit Vorurteilen belasteten Stimmen gehört. Die überwiegende Reaktion auf meine Berufsausbildung ist sehr positiv und die meisten finden es toll, dass ich diesen Beruf ausübe. Eigentlich alle aus meinem beruflichen Umfeld sind der Meinung, dass auch Frauen diesen Job mit Bravour ausführen können. Es ist wirklich toll, so viel Unterstützung im Rücken zu haben.

Sicher hört man einiges und liest auch viel im Internet zu diesem Thema und zwar zu meist, dass es für Frauen im Männerberuf nicht einfach ist, aber bei Neuenhauser habe ich das absolut nicht so erlebt. Weder war es am Anfang schwierig, Anknüpfung zu den Kollegen hier zu finden, noch musste ich mich ihnen gegenüber mal behaupten. Alle sind bei Neuenhauser total offen und super nett, sodass ich mich hier sehr gut aufgehoben fühle.  

Das Team
Mit vielen Männern zusammenzuarbeiten ist eigentlich sehr gelassen. Vielleicht ist der Anfang miteinander ein bisschen holperig, bis man den Anschluss gefunden hat. Sobald man Leute um sich herum hat, mit denen man sich gut versteht, ist der Kontaktaufbau im Endeffekt gar nicht schwer. Bei Neuenhauser sind sowieso alle sehr nett und offen, wodurch es einem leicht gemacht wird, ein freundschaftliches Verhältnis aufzubauen. Jeder Auszubildende wird ernst genommen und für seine Leistungen geschätzt. Da gibt es keine Unterschiede.

Ein kleines Klischee gegenüber den Männern hat sich jedoch bestätigt: der Männerhumor. Über viele der Witze kann man aber auch als Frau lachen. Vor allem kann ich mit meinen Kollegen hier bei Neuenhauser immer ein Späßchen machen.

Ausbildung bei Neuenhauser
Es gibt separate Umkleidekabinen und Damentoiletten. Die Anzahl an weiblichen Auszubildenden im gewerblichen Bereich nimmt stetig zu. Momentan sind wir ca. 10 Frauen, wobei ich die genaue Anzahl nicht weiß, aber es kommen immer mehr dazu, die sich endlich trauen, den Schritt zu wagen.

Tipps & Empfehlung
Falls Frauen Interesse für einen gewerblichen eventuell „typischen Männerberuf“ haben, sich aber nicht sicher sind, ob sie in diesem Beruf klar kommen, da sie viele negative Meinungen darüber gehört haben und verunsichert sind, dann würde ich ihnen vorschlagen, ein Praktikum zu machen. Dies bringt wirklich eine Menge, da man sich in seiner Berufswahl orientieren und schon erste Erfahrungen sammeln kann. So ein Praktikum finde ich eine sehr gute Sache, da man neben dem Beruf auch das Unternehmen kennenlernt und das Unternehmen finden kann, in dem man die Ausbildung gerne absolvieren möchte. Als positiven Nebeneffekt lernt man auch die Leute im Unternehmen, das Arbeitsklima und die Arbeitsweise kennen. Dabei merkt man, ob man sich unter den Kollegen wohlfühlt und die Arbeitsatmosphäre einen anspricht. Somit sollte man als Frau niemals davor zurückschrecken oder sogar Angst haben, eine Ausbildung im gewerblichen Bereich zu machen. Bei vorhandenen Zweifeln sollten diese durch das Praktikum ausgeräumt werden. Denn meinen Erfahrungen nach kann ich es nur weiterempfehlen. Es ist sehr wichtig, dass man im Leben das macht, was einem gefällt und womit man sich gerne beschäftigt. Also einfach ausprobieren und den Männern zeigen, wo der Hammer hängt – Frauenpower!

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